In einem älteren Beitrag habe ich beschrieben, wie man Gesellschaft als soziales System, das ausschließlich aus Kommunikation besteht, auffassen kann. Wenn man davon ausgeht, dass Kommunikation die grundlegende Operation ist, lässt sich bereits erahnen, welche Bedeutung Verbeitungsmedien wie Schrift, Buchdruck und neuerdings eben Computer für die Entwicklung gesellschaftlicher und sozialer Strukturen haben.

Vor der Erfindung des Buchdrucks war Interaktion oder Kommunikation meist nur unter Anwesenden möglich. Erst durch die Möglichkeit, Texte zu verfassen und zu vervielfältigen(!), erreichte die Kommunikation auch „Zuhörer“ an anderen Orten und zu anderen Zeiten. Einen ähnlichen Umbruch im gesellschaftlichen Strukturwandel darf man durch die Erfindung und massenhafte Verbreitung des Computers vermuten.

Interessant dabei sind neben dem so genannten Web 2.0 Mitmach-Internet auch Projekte wie Second Life. Nun bin ich nicht Mitglied in dieser Gemeinschaft, aber Andreas, Betreiber des Weblogs Laws Of Form, scheint sich dort bereits ganz wohl zu fühlen.

Interessant finde ich dieses Projekt insbesondere vor dem Hintergrund der Kommunikationsmöglichkeiten. Denn die Interaktion unter Anwesenden ist auf einmal wieder möglich, ohne dabei den früheren örtlichen und zeitlichen Restriktionen ausgesetzt zu sein.

Nun denn, willkommen in der Gesellschaft der Computer