Anfang des Jahres war ich in Wien im Urlaub und unter anderem in der Picasso-Ausstellung Malen gegen die Zeit. Einige von Picassos Bildern zeigten Körper mit ungewöhnlichen Proportionen, riesige Hände und Füße, große Augen usw., wie man links auf dem Bild Badender sehen kann.

Zu einigen dieser Bilder gab es Aussagen von Picasso, die über den Hintergrund aufklärten, warum er so malte. Ich kann das jetzt nicht wortwörtlich wiedergeben, aber sinngemäß hieß es zu dieser Bilderserie, dass jedes Detail gleichberechtigt sei. Schaut man auf die Füße, sieht man nur diese, der Rest des (in diesem Beispiel) Körpers tritt zurück und wird nicht wahrgenommen, gerät sozusagen aus dem Blickfeld. Gleiches gilt, wenn der Maler die Hände malt und nur diese im Blick hat. Daher müssen alle Details im Bild gleichberechtigt hervortreten.

Als ich das las, fiel mir sofort George Spencer Brown ein. Und mir fiel auf, dass die Kunst immer schon alles wusste, was die Wissenschaft irgendwann herausfindet.