Qualitativ vs. quantitativ

Diese Woche bin ich auf dem Graduate Spring Seminar of Methodology. Das Thema des Seminars ist die Integration von qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden in der Sozialforschung. Überwiegend verlaufen die methodologischen Diskussionen separat voneinander, sodass sich einerseits qualitative „Lager“, anderseits eben quantitative „Lager“ bilden, die die jeweils ihre angewandte Methode für die richtige und/oder bessere halten. Forschungsvorhaben, in denen beide Methoden zur Beantwortung einer Fragestellung zum Einsatz kommen, finden sich selten. Zu unüberwindbar scheinen die theoretischen Gegensätze.

Die Kritik an der qualitativen Forschung ist dabei, dass die Fallzahlen zu gering für allgemeine Aussagen sind, und die Ergebnisse zu stark von der subjektiven Deutung und Interpretation des Forschers abhängen. Valide Instrumente gibt es nicht, gültige Aussagen über „makrosoziologische“ Zusammenhänge können nicht gemacht werden.

Der quantitativen Forschung wird wiederum vorgeworfen, dass sie zwar alles mögliche misst, aber gar nicht weiß, was genau sie misst. Haben die Befragten die gleiche Vorstellung und Deutung von den abgefragten Konzepten wie die Forscher, die sie entwickelt haben? Außerdem messen die Hypothesen testenden Verfahren nur das, was sowieso bekannt ist: Denn wie sonst, wenn nicht explorativ-qualitativ, soll man Neues, bisher Unbekanntes über den Untersuchungsgegenstand erfahren?

Die Frage ist nun, welche Überlegungen es gibt, um die Vorteile beider Herangehensweisen, qualitativ und quantitativ, zu nutzen und Schwächen zu dezimieren, um bestimmte Fragestellungen besser zu bearbeiten. Nun, es gibt bestimmte Konzepte, und über diese werde ich in den folgenden Tagen jeweils nach den Seminarvorlesungen berichten…

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