Wissenschaftliches E-Publizieren

Bin gerade über einen Artikel von Thomas N. Burg mit dem Titel Electronic Publishing – Inhalt, Wissen, Dienstleistung gestoßen, der sich mit den Auswirkungen von Online-Publikationen und E-Publishing auch auf den wissenschaftlichen Bereich beschäftigt. Vor allem der letzte Absatz, Veränderungen in der „Scientific community“, ist recht interessant.

Wenn es um Geschwindigkeit und Verfügbarkeit von Wissen geht, ist der Vorteil digitaler Informationsnetze evident. Zweifelhaft ist der Mehrwert aber bereits, wenn es um Bewertungs- und Gratifikationsverfahren geht.

Hier zeigt der Autor mögliche Probleme auf, die sich auch im Zusammenhang mit Open Access (siehe hier und hier) stehen:

Die Ubiquität des Mediums erweitert sich dabei um die bedrohliche Arbitrarität des Publizierens. Jeder kann – vergleichsweise einfach und kostengünstig – zum Herausgeber und Verleger, also zum Content-Provider werden. Die vorherrschende Praxis der Wissenschaftssoziologie setzt hingegen Gatekeeper ein, die (…) den Publikationsprozeß ermöglichen (…)

Die besondere Eigenart des Internets, das seinen Mehrwert erst durch den gezielten Einsatz von Hyperlinks gewinnt, macht sich insofern verdächtig, denn „Wo kein einzelner Autor, kein Subjekt, da kommen vormoderne Produktionsverhältnisse und deren Kriterien wie Reputation, Ehre und Prestige in Bedrängnis“. Diese Argumentation erinnert mich an einen älteren Beitrag über Habermas (und dort auch den Hinweis auf Luhmann am Ende).

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