Nachhaltigkeit in der vernetzten Versorgung

Im Rahmen meiner Dissertation und der Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit im Kontext vernetzter Versorgung ist jetzt ein Artikel von mir zu genau diesem Thema veröffentlicht worden.

Wer Interesse daran hat, kann sich das Manuskript zu diesem Artikel hier herunterladen.

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2 Kommentare zu „Nachhaltigkeit in der vernetzten Versorgung

  1. weis nicht ob’s hilft,
    aber ist VERSORGUNG nicht ein Verwaltungsbegriff? Vom Ergebnis eines Prozesses her beschrieben? Und wenn ich VERSORGUNG dann habe, ist das nicht schon das max. Nachhaltige? Entweder versorgt oder nicht.

    Noch eine kleine Logelei zur Geschlossenheit von Systemen: Maturana ist Biologe, tendiert seit langem zu einer „Neuro-Philosophie“ weil SPRECHEN und BESCHREIBEN untrennbare Bestandteile der Autopiesis sind. (>Vieweg: Erkennen die Organisation und Verkörperung von Wirklichkeit, 1982).
    Dies ist dann ein lebendes System, das sich selbst mittels Struktur-Austausch im Gleichgewicht: „Dasein“ erhält. Insofern ist es geschlossen (ich muß eine Amöbe nicht Füttern + Anschubsen – das Ding funktioniert von selbst und zeigt beim Beobachten im Verlauf der Zeit eine Art Selbstheilung die ich bei allen Lebewesen mit „Gesundheit“ zusammenfasse).

    Menschen sind auch solche lebenden Systeme. Für jeweils den anderen (Mehrzeller) funtional geschlossen.
    Wenn diese sich gegenseitig erkennen/beschreiben fangen sie für einen Dritten der daneben steht und zuschaut an zu interagieren. Das sind die Kommunikationen Luhmanns – und die um die sich auch die kognitiven Wissenschaften kümmern.
    Coordinations of action (geschlossen: LEBEN) of Coordination of action = den der schon lebt mitsteuern (= Selbstorganisation, H. von Foerster).
    Also Absprachen treffen unter geschlossenen Systemen.

    Organisationen entstehen immer dann wenn (schon) Lebende Systeme sich (interagierend) planen/vorhersagen/absprechen und in den folgenden Handlungen daran halten. Müssen sie aber nicht – und es wird sie nicht killen. „ORGANISATIONEN“ ist also der zusammenfassende Verwaltungs-Begriff für Lebende Systeme (die Menschen sein können) die sich absprechen und daran halten = die mit ihrer jeweiligen Vorhersage über den anderen für sich selbst erfolgreich sind! Dann lacht der Verwalter und sagt: „das ist fein organisiert!“. Daraus ist in vielen Jahrhunderten eine zunächst sicherlich herrschaftliche, Macht sichernde, später dann juristische Angel geworden, die in bestimmten soz. staatlich vorhersagbaren Situationen besondere Anforderungen stellt die von den Beteiligten einzuhalten sind. Daran dürften dann im Gesundheitswesen zig Vorschriften und Auflagen hängen.
    Dann wird jeder der von außen da neutral drauf schaut feststellen: Wenn einer irgendwo im Gesundheitssystem arbeitet dann ist er schon vernetzt durch diese Vorschriften und Absprachen – auch wenn er das noch gar nicht mit bekommen hat, und ohne auch nur einmal sein Handy zu benutzen.

    Wenn man die juristischen und interagierenden Vorhersagen gleichwertig vor sich hat, schaut man in zwei sich überlappende/durchdringende offene Systeme, die durch Absprachen und Vorschriften funktionieren!
    Mehr System braucht es nicht, da passt alles hinein was man macht und besser machen könnte.

  2. „aber ist VERSORGUNG nicht ein Verwaltungsbegriff? Vom Ergebnis eines Prozesses her beschrieben? Und wenn ich VERSORGUNG dann habe, ist das nicht schon das max. Nachhaltige? Entweder versorgt oder nicht.“

    Zumindest im Kontext von Gesundheitsversorgung spricht man auch von Unter-, Über- oder Fehlversorgung, daher würde ich den Versorgungsbegriff nicht automatisch als Verwaltungsbegriff verstehen wollen, der das maximal Nachhaltige impliziert. Hinzu kommt die Frage, welchen Nachhaltigkeitsbegriff man anlegt. Meine Idee ist ja, Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang eben nicht als definiertes „Kriterienbündel“ anzusehen, dessen Checkliste man abarbeiten muss, um prüfen zu können, ob Nachhaltigkeit vorliegt oder nicht. Es geht mir eher um eine funktionale Analyse des Nachhaltigkeitsbegriffs im Kontext von Schnittstellenmanagement.

    „Menschen sind auch solche lebenden Systeme. Für jeweils den anderen (Mehrzeller) funtional geschlossen.“

    Nicht funktional, sondern operativ, würde ich sagen.

    „Wenn man die juristischen und interagierenden Vorhersagen gleichwertig vor sich hat, schaut man in zwei sich überlappende/durchdringende offene Systeme, die durch Absprachen und Vorschriften funktionieren!“

    Diese Annahme teilt man nicht, wenn man sich an die Luhmann’sche Systemtheorie hält. Da überlappen keine Systeme, und Systeme sind per se operativ geschlossen. Ich habe gerade einen Artikel zum ähnlichen Thema geschrieben, der hoffentlich bald veröffentlicht wird. Dort gehe ich noch genauer auf strukturelle Kopplung, offene vs. geschlossene Systeme etc. ein. Wenn der Artikel erscheint, werde ich an dieser Stelle darauf hinweisen.

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