Es ist ja nicht so, dass die Literaturverwaltung das einzige Problem ist, mit dem man sich herumschlägt. Wenn man einen Text schreiben möchte, in dem die Form-Gleichungen von George Spencer-Brown verwendet werden sollen, stellt sich die Frage, wie man dies am praktischsten umsetzt. Ein Formel-Editor steht dafür leider nicht zur Verfügung.

Laws of Form und LaTex
In LaTex lassen sich Form-Gleichungen sehr leicht erstellen, dank der Inspiration von Sebastian und den sehr hilfreichen Hinweisen aus dem Mr. Unix-Forum. Wie das ganze dann aussieht, habe ich in einer Video-Anleitung zur LaTex-Exportfunktion im Zettelkasten beschrieben:



Der Nachteil an LaTex ist jedoch der fehlende Export in verschiedene Office-Formate wie .doc oder das OpenDocument-Format (ODF), wobei dies nur dann ein Nachteil ist, wenn man einen Text bei Verlagen in Office-Formaten einreichen muss und nicht als LaTex-Datei schicken kann.

Laws of Form und LibreOffice/Microsoft Word – als Tabelle
Daher habe ich nun eine Möglichkeit gesucht, die Form-Notation direkt in Office zu erstellen. Für LibreOffice, das ich derzeit auf Mac und Windows nutze, habe ich eine Datei erstellt, die die Form-Notation anhand einer „Pseudo-Tabelle“ imitiert.

Der große Vorteil dieser Methode ist die Kompatibilität zu Microsoft Word: Exportiert man einen Text aus LibreOffice ins .doc-Format, sieht die Form-Gleichung in Word genauso aus. Man kann dieses Prinzip natürlich auch direkt in Word nachbilden.

Der Nachteil dieser Methode ist jedoch die umständliche Anpassung. Variiert man den Text in der Form-Gleichung (die Variablen), dann müssen die Spaltenbreiten der Tabellen immer angepasst werden, da der Text sonst umbricht. Die Spalten „wachsen“ nicht mit dem Text mit. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit…

Laws of Form und LibreOffice – als Textrahmen
Eine andere Möglichkeit ist es, Textrahmen zu verwenden. Die kann man ineinander verschachteln und an den Außenseiten Rahmen setzen/entfernen, und somit optisch die Form-Gleichung aus den Gesetzen der Form nachbilden. Diese Methode verdanke ich den hilfreichen Hinweisen aus dem OpenOffice-Forum.

Hier ist der Vorteil, dass diese Textrahmen viel flexibler sind, „mitwachsen“ und man so per Copy & Paste eine feine Vorlage hat, die man ruck zuck verändern kann.

Der entscheidende Nachteil ist jedoch, dass der Export in Microsoft Windows nicht funktioniert. Wer also Libre-Office und Word-Nutzer ist, muss dieses Prozedere (Textrahmen erstellen) für beide Office-Pakete durchführen.

Ich persönlich bevorzuge im Moment die letztgenannte Variante, Textrahmen unter LibreOffice.

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