Kürzlich erhielt ich eine E-Mail mit Feedback zu meinem Zettelkasten, in der eine – wie ich finde – ganz interessante Arbeitsweise mit dem Zettelkasten beschrieben wurde. Mit Erlaubnis des „Urhebers“, der ungenannt bleiben möchte, möchte ich diese Vorgehensweise hier zeigen, ist sie doch eine gute Ergänzung zu anderen hier bereits beschriebenen Methoden des Umgangs mit dem Zettelkasten (z.B. hier und hier).

Im Folgenden also der Auszug aus der E-Mail inklusive veranschaulichender Screenhots.

Das Netzkartenprinzip

Die Vorteile deines Programms liegen für mich in der Möglichkeit der direkten, freien Vernetzung (nicht von den Zetteln als ganzen, sondern von Begriffen und Ideen in diesen Zetteln). Ich habe eine Indexkarte (Abb. 1) mit Begriffen:

Abb 1

die auf Netzkarten verweisen, hier zB Formalisierung:

Abb. 2

die dann wiederum auf die einzelnen Karten verweisen:

Abb. 3

Jeder der Links auf dieser Karte verweist auf eine Netzkarte. Die Anzahl der Netzkarten ist nicht begrenzt. Wenn ich meine, dass ich zu einem Begriff eine brauche, dann lege ich sie an und mache einen Verweis auf die Indexkarte.

Auf der rechten Seite habe ich, wie auf den Screenshots zu sehen ist, fast immer die Überschriftenansicht eingestellt, die mir die Netzkarten (oder Netzzettel) anzeigt. Das sind praktisch meine individuellen Hubs. Die einzelnen Zettel verweisen manchmal direkt aufeinander, aber jedenfalls immer auf mindestens eine Netzkarte (und die Netzkarte verweist mit einer entsprechenden Kurzüberschrift natürlich auf die Karte zurück.) Jeder Link hat also einen Namen. Das ist für mich ein entscheidendes Prinzip.

Nur soviel, dass man einen Eindruck bekommst wie ich den Zettelkasten nutze. Ich dachte, es könnte auch für dich (und andere) interessant sein zu sehen, welche Nutzungsmöglichkeiten dein Zettelkasten noch bietet.