Neue Zettelkasten-Version erschienen

In der letzten Zeit folgten relativ schnell aufeinander zwei Updates des Zettelkastens. Zum einen wurden einige kleinere, teils lästige Fehler beseitigt. Zum anderen wurden viele kleine und große Verbesserungen und Neuerungen hinzugefügt.

Ein Fokus lag dabei auf der Erweiterung der Folgezettel-Funktion. Im Detail können diese Änderungen hier nachgelesen werden. Folgezettel sind eines von mehreren zentralen Ordnungsprinzipien eines Zettelkastens, wenn man sich an Luhmanns Arbeitsweise orientieren möchte. Daher wird diese Funktion auch künftig noch weiter ausgebaut. Insbesondere soll ein separates „Folgezettelfenster“, ähnlich wie das Schreibtischfenster, die Arbeit mit Folgezetteln noch effektiver machen.

Also nichts verpassen und die aktuelle Version des Zettelkastens kostenlos laden!

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Introduction to #Luhmann’s #Zettelkasten thinking and its technical implementation

I was giving a talk at Trier Digital Humanities Autumn School 2015 on Luhmann’s way of working with his Zettelkasten, and how I implemented this technique in the electronic Zettelkasten.

The core principle of Luhmann’s way to manage his notes was a combination of selective tagging, manual links between notes and a sequence of short notes and arbitrary branching („diversification“) of note sequences (see also described in this post).

To my best knowledge, there are hardly any (or even none?) tools that facilitate this workflow, except for the Zettelkasten. Please add your comments, if you know tools, or have built your own workflow that imitates Luhmann’s Zettelkasten-technique.

If you like, you can download the slides of my talk here: Introduction to Luhmanns Zettelkasten-Thinking (PDF-slides).

Veröffentlichung: Patientenorientierung und vernetzte Versorgung

Mein Promotionsverfahren ist endlich erfolgreich abgeschlossen, und das möchte ich zum Anlass nehmen, um mein Buch zu bewerben. In meiner Arbeit geht es um Steuerungsmechanismen von Versorgungsnetzwerken (also Kooperation von Leistungserbringern im Gesundheitssystem) und die Frage, wie sich solche Versorgungsnetze stabilisieren und Versorgungsqualität sicherstellen. Der Gegenstand wird aus einer systemtheoretischen und netzwerktheoretischen Perspektive analysiert, ergänzt durch qualitativ-empirische Analysen. Ich zitierte den Klappentext:

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Patientenorientierung gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird als wesentlicher Bestandteil zur Verbesserung der Versorgungsqualität angesehen. Für Leistungserbringer liegt die Herausforderung in der Sicherstellung einer patientenorientierten Versorgung bei finanziell begrenzten Ressourcen. Steuerungsmechanismen in der vernetzten Versorgung müssen sicherstellen, dass dies nicht zu Gunsten des Profitstrebens vernachlässigt wird. In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie sich Versorgungsnetze koordinieren lassen und beteiligte Organisationen Patientenorientierung umsetzen.

Lüdecke D (2014) Patientenorientierung und vernetzte Versorgung. Eine qualitative Studie. Berlin, Münster: LIT-Verlag (Homepage)

Systems Theory and the Sociology of Health and Illness #Luhmann

Today I got my copy from Systems Theory and the Sociology of Health and Illness – Observing Healthcare, a book edited by Morten Knudsen and Werner Vogd. The book contains very interesting chapters on this topic, and though it is not so cheap for private purchasing, you may consider ordering this book through your library.

Here is a short abstract of my contribution, Sustainability in Integrated Care Partnerships: a systems and network theoretical approach to analyse co-operation networks. The chapter highlights the importance and role of networks in the stabilization of meaningful arrangements between different contextures that refer to the basic conflict between medical and economic systems. Control mechanisms, which are applied to arrange these polycontextural conditions, have been analysed. Qualitative interviews were conducted with actors involved integrated care partnerships. Results show that loosely linked networks can take on important control functions in the sustainable balancing of financial, nursing and medical demands. Too tightly forged links prevent dynamic balancing and relating of different contextures. In such cases, networks can lose beneficial self-regulation capacities to eliminate drawbacks.

Patient centredness in integrated care (from systems theoretical perspective) #Luhmann #Systemstheory

My paper Patient centredness in integrated care: results of a qualitative study based on a systems theoretical framework has just been published in the International Journal of Integrated Care. It’s an open acces journal, so there’s no paywall to read it.
Let me provide you the abstract:

Introduction: Health care providers seek to improve patient-centred care. Due to fragmentation of services, this can only be achieved by establishing integrated care partnerships. The challenge is both to control costs while enhancing the quality of care and to coordinate this process in a setting with many organisations involved. The problem is to establish control mechanisms, which ensure sufficiently consideration of patient centredness.

Theory and methods: Seventeen qualitative interviews have been conducted in hospitals of metropolitan areas in northern Germany. The documentary method, embedded into a systems theoretical framework, was used to describe and analyse the data and to provide an insight into the specific perception of organisational behaviour in integrated care.

Results: The findings suggest that integrated care partnerships rely on networks based on professional autonomy in the context of reliability. The relationships of network partners are heavily based on informality. This correlates with a systems theoretical conception of organisations, which are assumed autonomous in their decision-making.

Conclusion and discussion: Networks based on formal contracts may restrict professional autonomy and competition. Contractual bindings that suppress the competitive environment have negative consequences for patient-centred care. Drawbacks remain due to missing self-regulation of the network. To conclude, less regimentation of integrated care partnerships is recommended.

The full text is also available as PDF file.

Zettelkasten 3.2

Es ist mal wieder Zeit, den Zettelkasten zu bewerben, auch vor dem Hintergrund, dass gerade die Version 3.2 erschienen ist, die neben vielen Neuerungen vor allem auch eine aufgeräumtere Oberfläche mitbringt.
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Die „Meta-Informationen“ zum Zettel sind nicht mehr verstreut, sondern finden sich alle kompakt in der Kopfzeile. Sonstige Vermerke sowie Quellenangaben wurden in den Anhangsbereich des Zettels integriert.
Eine weitere Änderung betrifft die Exportmöglichkeiten. Während im Beitrag Vom Zettel zum Text noch der LaTex-Export und die mögliche Weiterverarbeitung des Textentwurfs in Office-Dateien beschrieben wurde, können die Daten in der aktuellen Version auch direkt in die gängigen Office-Formate wie Office Open XML (Word docx) oder Open Document Text (OpenOffice oft) exportiert werden (eine entsprechende Anleitung gibt es hier).
Die nächsten Updates konzentrieren sich auf die Erweiterung der Im- und Exportmöglichkeiten. Unter anderem plane ich, Websites aus einem Browser direkt per Drag&Drop ins Zettelkastenfenster zu importieren. Bei z.B. WordPress-Blogs kann man sehr genau feststellen, wo der Inhalt eines Beitrags steht, sodass dieser direkt extrahiert und als neuer Zettel übernommen werden kann. Auch eine Schnittstelle zu Evernote ist geplant, um den Datenaustausch zwischen Zettelkasten und Evernote zu vereinfachen.

Zettelkasten 3.1.7

Heute ist eine neue Version des Zettelkastens erschienen. Neben der Beseitigung einiger Fehler aus den vorigen Versionen gibt es auch zahlreiche Neuerungen, die an dieser Stelle im Detail aufgelistet sind.

Überarbeiteter LaTex-Export
Für die LaTex-Anwender, und hier speziell für diejenigen, die sich für die Form-Gleichungen Spencer-Browns interessieren, ist sicherlich der überarbeitete Export von Schreibtisch-Daten ins LaTex-Format hervorzuheben.

Weiterlesen und Beispielvideo anzeigen…

Zettelkasten jetzt unter Open Source Lizenz!

Derzeit arbeite ich an Version 3.1.6 des Zettelkastens. Eine der wesentlichen Änderungen dieser Version ist die neue Lizenz: Der Zettelkasten wird ab Version 3.1.6 unter der GNU GPL V3 Lizenz veröffentlicht.

Da der Zettelkasten mit NetBeans erstellt wird, bietet es sich an, auf die integrierte Team-Server Funktion zurückzugreifen, und in diesem Zusammenhang java.net als Hosting-Platform zu verwenden.

Der Source-Code ist bereits verfügbar, das Projekt ist unter http://java.net/projects/zettelkasten/ zu finden. Da derzeit die Struktur von java.net überarbeitet wird (kenai.com wird integriert), sind noch nicht alle Administrator-Funktionen verfügbar. So ist das Projekt derzeit nur „privat“, d.h. wer Interesse am Source oder gar an der Mitwirkung und Weiterentwicklung des Zettelkastens hat muss sich in einem ersten Schritt bei java.net (kostenlos) registrieren und mir anschließend eine E-Mail mit dem Nutzernamen schicken. Ich kann dann, als Projekt-Admin, neue Nutzer via Benutzernamen hinzufügen.

Denkbar sind verschiedene Formen der Mitwirkung, z.B. ohne größere Programmierkenntnisse:

  • Übersetzung der Sprachdateien
  • Sourcecode-Prüfung auf Verständlichkeit (sind alle Methoden ausreichend kommentiert, steigt man als „Projektneuling“ durch den Sourcecode durch…)
  • Erweiterung und Ergänzung der Kommentierung und Dokumentation des Sourcecodes und der Bibliotheken (wegen siehe voriger Punkt)

oder aber mit Interesse am Programmieren:

  • Sourcecode überarbeiten / optimieren
  • Implementation neuer Funktionen
  • Beseitigung von Fehlern
  • Schreiben eigener kleiner Bibliotheken (auch außerhalb des ZKN-Projekts), die sich dann in den ZKN integrieren lassen bzw. vom ZKN genutzt werden können

Zettelkasten bald Open Source?

Die Planung für die nächste Zettelkasten-Version steht fest. Die Arbeit daran wurde bereits aufgenommen. Zwei wesentliche Änderungen wird es in der nächsten Version (3.2) geben:

  • Zum einen eine neue Eingabemaske, in der die Text- und Absatzformatierungen direkt sichtbar sind und nicht durch die so genannten „Format-Tags“ dargestellt werden. Das Eingeben neuer Zettel wird dadurch deutlich komfortabler, in etwa vergleichbar wie man es von Textverarbeitungsprogrammen kennt (siehe dazu auch die Entwicklungswünsche hier und hier.
  • Zum anderen wird es eine Änderung der Lizenz geben. Bisher wird der Zettelkasten als Freeware angeboten. Ab Version 3.2 wird der Zettelkasten unter einer Open Source Lizenz veröffentlich, voraussichtlich unter der GNU GPL V3.

Für die praktische Anwendung macht dies keinen Unterschied, das Programm wird weiterhin kostenlos unter http://zettelkasten.danielluedecke.de verfügbar sein.

Der Zettelkasten wird als Open Source auf kenai.com verwaltet. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, kann sich gerne bei mir melden. Die Möglichkeiten der Unterstützung sind vielfältig, angefangen bei Fehlersuchen und -melden über Kommentar- und Übersetzungsarbeiten bis hin zur aktiven Programmierung am Zettelkasten. Genauere Informationen gibt es in der Wiki. Da der Zettelkasten mit NetBeans entwickelt wurde, empfiehlt es sich (und ich würde es begrüßen), bei der aktiven Mitentwicklung des Programms ebenfalls diese IDE zu verwenden.

Update auf Zettelkasten 3.1.1

Zwei Wochen nach Erscheinen der Version 3.1 liegt jetzt ein Update des Zettelkastens für Windows, Macintosh und Linux vor. Neben kleineren Fehlerbeseitigungen sind zwei wesentliche Neuerungen hinzugekommen:

Zum einen wird die Relevanz von Verbindungen zwischen Zetteln angezeigt, sozusagen die Vernetzungsstärke von Zetteln.

Zum anderen achtet das Programm jetzt noch mehr auf Schlagwörter, für die Synonyme eingetragen wurden (siehe dazu auch Videoanleitungen zur Synonymfunktion). Werden Schlagwörter, die als Synonyme eingetragen sind, umbenannt, so können jetzt dazugehörige Synonyme ebenfalls automatisch mit umbenannt werden.

Generell empfiehlt es sich bei der Arbeit mit dem Zettelkasten, die Synonym-Funktion zu verwenden, also Synonyme für Schlagwörter anzulegen. Zusammen mit der Schlagwort-Vorschlag-Funktion wird die Arbeit insbesondere mit zunehmender Komplexität des Zettelkastens deutlich vereinfacht, weil die Verschlagwortung wesentlich effektiver handzuhaben ist.

Zum Download…