You Underestimate the Power of the Dark Folgezettel

This post is a reply to Sascha’s post about Folgezettel. I recently was invited by the Niklas-Luhmann-Archiv research group, to give an overview of my Zettelkasten and discuss aspects of the technical implementation of Luhmann’s Zettelkasten method. After that, I had the chance to look at the original Zettelkasten, seeing how Luhmann actually filed notes etc. It was an interesting insight into Luhmann’s working principle, which showed me, that my approach of the Zettelkasten implementation is very similar to what Luhmann did. If you’re interested in this topic, I recommend looking at this presentation about Luhmann’s method (and the Niklas-Luhmann-Archiv-Website, of course).

Weiterlesen „You Underestimate the Power of the Dark Folgezettel“

Advertisements

Neue Zettelkasten-Version erschienen

In der letzten Zeit folgten relativ schnell aufeinander zwei Updates des Zettelkastens. Zum einen wurden einige kleinere, teils lästige Fehler beseitigt. Zum anderen wurden viele kleine und große Verbesserungen und Neuerungen hinzugefügt.

Ein Fokus lag dabei auf der Erweiterung der Folgezettel-Funktion. Im Detail können diese Änderungen hier nachgelesen werden. Folgezettel sind eines von mehreren zentralen Ordnungsprinzipien eines Zettelkastens, wenn man sich an Luhmanns Arbeitsweise orientieren möchte. Daher wird diese Funktion auch künftig noch weiter ausgebaut. Insbesondere soll ein separates „Folgezettelfenster“, ähnlich wie das Schreibtischfenster, die Arbeit mit Folgezetteln noch effektiver machen.

Also nichts verpassen und die aktuelle Version des Zettelkastens kostenlos laden!

Introduction to #Luhmann’s #Zettelkasten thinking and its technical implementation

I was giving a talk at Trier Digital Humanities Autumn School 2015 on Luhmann’s way of working with his Zettelkasten, and how I implemented this technique in the electronic Zettelkasten.

The core principle of Luhmann’s way to manage his notes was a combination of selective tagging, manual links between notes and a sequence of short notes and arbitrary branching („diversification“) of note sequences (see also described in this post).

To my best knowledge, there are hardly any (or even none?) tools that facilitate this workflow, except for the Zettelkasten. Please add your comments, if you know tools, or have built your own workflow that imitates Luhmann’s Zettelkasten-technique.

If you like, you can download the slides of my talk here: Introduction to Luhmanns Zettelkasten-Thinking (PDF-slides).

Luhmanns Arbeitsweise im elektronischen Zettelkasten

Ich möchte an dieser Stelle einen älteren Beitrag aufgreifen und um aktuelle Ideen zu diesem Thema erweitern. Es geht um ein aktuelles Thema in Bezug auf eine besondere Form des „Wissensmanagements“, wenn man so möchte: Wie funktionierte Luhmanns Arbeitsweise mit dem Zettelkasten und wie könnte eine Softwarelösung im digitalen Zeitalter aussehen?

Weiterlesen „Luhmanns Arbeitsweise im elektronischen Zettelkasten“

Veröffentlichung: Patientenorientierung und vernetzte Versorgung

Mein Promotionsverfahren ist endlich erfolgreich abgeschlossen, und das möchte ich zum Anlass nehmen, um mein Buch zu bewerben. In meiner Arbeit geht es um Steuerungsmechanismen von Versorgungsnetzwerken (also Kooperation von Leistungserbringern im Gesundheitssystem) und die Frage, wie sich solche Versorgungsnetze stabilisieren und Versorgungsqualität sicherstellen. Der Gegenstand wird aus einer systemtheoretischen und netzwerktheoretischen Perspektive analysiert, ergänzt durch qualitativ-empirische Analysen. Ich zitierte den Klappentext:

untitled

Patientenorientierung gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird als wesentlicher Bestandteil zur Verbesserung der Versorgungsqualität angesehen. Für Leistungserbringer liegt die Herausforderung in der Sicherstellung einer patientenorientierten Versorgung bei finanziell begrenzten Ressourcen. Steuerungsmechanismen in der vernetzten Versorgung müssen sicherstellen, dass dies nicht zu Gunsten des Profitstrebens vernachlässigt wird. In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie sich Versorgungsnetze koordinieren lassen und beteiligte Organisationen Patientenorientierung umsetzen.

Lüdecke D (2014) Patientenorientierung und vernetzte Versorgung. Eine qualitative Studie. Berlin, Münster: LIT-Verlag (Homepage)

Systems Theory and the Sociology of Health and Illness #Luhmann

Today I got my copy from Systems Theory and the Sociology of Health and Illness – Observing Healthcare, a book edited by Morten Knudsen and Werner Vogd. The book contains very interesting chapters on this topic, and though it is not so cheap for private purchasing, you may consider ordering this book through your library.

Here is a short abstract of my contribution, Sustainability in Integrated Care Partnerships: a systems and network theoretical approach to analyse co-operation networks. The chapter highlights the importance and role of networks in the stabilization of meaningful arrangements between different contextures that refer to the basic conflict between medical and economic systems. Control mechanisms, which are applied to arrange these polycontextural conditions, have been analysed. Qualitative interviews were conducted with actors involved integrated care partnerships. Results show that loosely linked networks can take on important control functions in the sustainable balancing of financial, nursing and medical demands. Too tightly forged links prevent dynamic balancing and relating of different contextures. In such cases, networks can lose beneficial self-regulation capacities to eliminate drawbacks.

Patient centredness in integrated care (from systems theoretical perspective) #Luhmann #Systemstheory

My paper Patient centredness in integrated care: results of a qualitative study based on a systems theoretical framework has just been published in the International Journal of Integrated Care. It’s an open acces journal, so there’s no paywall to read it.
Let me provide you the abstract:

Introduction: Health care providers seek to improve patient-centred care. Due to fragmentation of services, this can only be achieved by establishing integrated care partnerships. The challenge is both to control costs while enhancing the quality of care and to coordinate this process in a setting with many organisations involved. The problem is to establish control mechanisms, which ensure sufficiently consideration of patient centredness.

Theory and methods: Seventeen qualitative interviews have been conducted in hospitals of metropolitan areas in northern Germany. The documentary method, embedded into a systems theoretical framework, was used to describe and analyse the data and to provide an insight into the specific perception of organisational behaviour in integrated care.

Results: The findings suggest that integrated care partnerships rely on networks based on professional autonomy in the context of reliability. The relationships of network partners are heavily based on informality. This correlates with a systems theoretical conception of organisations, which are assumed autonomous in their decision-making.

Conclusion and discussion: Networks based on formal contracts may restrict professional autonomy and competition. Contractual bindings that suppress the competitive environment have negative consequences for patient-centred care. Drawbacks remain due to missing self-regulation of the network. To conclude, less regimentation of integrated care partnerships is recommended.

The full text is also available as PDF file.

Organizational Behaviour im Kooperationsnetzwerk

eine systemtheoretisch-qualitative Analyse von Kooperationsnetzwerken unter den Bedingungen polykontexturaler Verhältnisse

Das ist das Thema meines Beitrags zum frisch bewilligten DFG-Netzwerkantrag Organizational Behaviour in health care institutions in Germany – theoretical approaches, methods and empirical results im Rahmen der DGMS-AG-Versorgungsforschung.

Weiter zum Abstract…

Arbeiten mit Zettelkästen – das Netzkartenprinzip

Kürzlich erhielt ich eine E-Mail mit Feedback zu meinem Zettelkasten, in der eine – wie ich finde – ganz interessante Arbeitsweise mit dem Zettelkasten beschrieben wurde. Mit Erlaubnis des „Urhebers“, der ungenannt bleiben möchte, möchte ich diese Vorgehensweise hier zeigen, ist sie doch eine gute Ergänzung zu anderen hier bereits beschriebenen Methoden des Umgangs mit dem Zettelkasten (z.B. hier und hier).

Im Folgenden also der Auszug aus der E-Mail inklusive veranschaulichender Screenhots.

Das Netzkartenprinzip

Die Vorteile deines Programms liegen für mich in der Möglichkeit der direkten, freien Vernetzung (nicht von den Zetteln als ganzen, sondern von Begriffen und Ideen in diesen Zetteln). Ich habe eine Indexkarte (Abb. 1) mit Begriffen:

Abb 1

die auf Netzkarten verweisen, hier zB Formalisierung:

Abb. 2

die dann wiederum auf die einzelnen Karten verweisen:

Abb. 3

Jeder der Links auf dieser Karte verweist auf eine Netzkarte. Die Anzahl der Netzkarten ist nicht begrenzt. Wenn ich meine, dass ich zu einem Begriff eine brauche, dann lege ich sie an und mache einen Verweis auf die Indexkarte.

Auf der rechten Seite habe ich, wie auf den Screenshots zu sehen ist, fast immer die Überschriftenansicht eingestellt, die mir die Netzkarten (oder Netzzettel) anzeigt. Das sind praktisch meine individuellen Hubs. Die einzelnen Zettel verweisen manchmal direkt aufeinander, aber jedenfalls immer auf mindestens eine Netzkarte (und die Netzkarte verweist mit einer entsprechenden Kurzüberschrift natürlich auf die Karte zurück.) Jeder Link hat also einen Namen. Das ist für mich ein entscheidendes Prinzip.

Nur soviel, dass man einen Eindruck bekommst wie ich den Zettelkasten nutze. Ich dachte, es könnte auch für dich (und andere) interessant sein zu sehen, welche Nutzungsmöglichkeiten dein Zettelkasten noch bietet.

Arbeiten mit (elektronischen) Zettelkästen

Das Arbeitsprinzip Luhmanns
Der elektronische Zettelkasten erhebt den Anspruch, die Arbeitsweise von Niklas Luhmann nachzuempfinden und somit eine Umsetzung des (hölzernen) Zettelkastenprinzips zu sein. Im Folgenden soll Luhmanns Arbeitsweise kurz vorgestellt werden. An verschiedenen Stellen wird erklärt, wie dieses Prinzip im (elektronischen) Zettelkasten umgesetzt wurde.

Als Einstiegslektüre empfiehlt sich Künstliche Intelligenz aus Holz. Weitere Links folgen unten.

Keine Kategorien
Luhmann hat sich bewusst gegen eine thematische Ordnung von Zetteln entschieden, da dies die interne Struktur des Zettelkastens zu sehr festlegt und wenig flexibel ist. Daher konnte bei Luhmann jeder Zettel an beliebiger Stelle einsortiert werden. Zettel werden dann über ein Schlagwortregister oder interne Verweise wieder auffindbar. Dafür ist es – zumindest für die Papierform – wichtig, dass jeder Zettel eine feststehende, sich niemals ändernde Zettelnummer erhält. Für einen physischen Zettelkasten mit Papier ist dies essentiell wichtig. Für die elektronische Variante kann dieser Aspekt vernachlässigt werden, da Querverweise durch das Zettelkastenprogramm automatisch aktualisiert und angepasst werden (Luhmann hätte jedesmal alle Zettel durchforsten und die Zettelnummern händisch korrigieren müssen).

Welchen Vorteil bietet nun der Verzicht auf Kategorien? Laut Luhmann [Quelle] sind folgende Punkte zentral für seine Arbeitsweise mit dem Zettelkasten:

Weiterlesen…