Arbeiten mit (elektronischen) Zettelkästen

Das Arbeitsprinzip Luhmanns
Der elektronische Zettelkasten erhebt den Anspruch, die Arbeitsweise von Niklas Luhmann nachzuempfinden und somit eine Umsetzung des (hölzernen) Zettelkastenprinzips zu sein. Im Folgenden soll Luhmanns Arbeitsweise kurz vorgestellt werden. An verschiedenen Stellen wird erklärt, wie dieses Prinzip im (elektronischen) Zettelkasten umgesetzt wurde.

Als Einstiegslektüre empfiehlt sich Künstliche Intelligenz aus Holz. Weitere Links folgen unten.

Keine Kategorien
Luhmann hat sich bewusst gegen eine thematische Ordnung von Zetteln entschieden, da dies die interne Struktur des Zettelkastens zu sehr festlegt und wenig flexibel ist. Daher konnte bei Luhmann jeder Zettel an beliebiger Stelle einsortiert werden. Zettel werden dann über ein Schlagwortregister oder interne Verweise wieder auffindbar. Dafür ist es – zumindest für die Papierform – wichtig, dass jeder Zettel eine feststehende, sich niemals ändernde Zettelnummer erhält. Für einen physischen Zettelkasten mit Papier ist dies essentiell wichtig. Für die elektronische Variante kann dieser Aspekt vernachlässigt werden, da Querverweise durch das Zettelkastenprogramm automatisch aktualisiert und angepasst werden (Luhmann hätte jedesmal alle Zettel durchforsten und die Zettelnummern händisch korrigieren müssen).

Welchen Vorteil bietet nun der Verzicht auf Kategorien? Laut Luhmann [Quelle] sind folgende Punkte zentral für seine Arbeitsweise mit dem Zettelkasten:

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Wissenschaftliches E-Publizieren

Bin gerade über einen Artikel von Thomas N. Burg mit dem Titel Electronic Publishing – Inhalt, Wissen, Dienstleistung gestoßen, der sich mit den Auswirkungen von Online-Publikationen und E-Publishing auch auf den wissenschaftlichen Bereich beschäftigt. Vor allem der letzte Absatz, Veränderungen in der „Scientific community“, ist recht interessant.

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Hochschullehre im Zeitalter von Web 2.0

Gut, ich mag den Begriff Web 2.0 auch nicht, aber kürzer kann man nicht beschreiben, was man meint, sodass es auch fast jeder versteht: Es geht um den Einsatz von diversen technischen Hilfsmitteln wie Weblogs, Wikis oder Foren im Kontext von Hochschullehrveranstaltungen und ggf. auch im Rahmen eines didaktischen Konzepts.

Auf Sozlog ist dazu gerade ein interessanter Beitrag des Gast-Bloggers Steffen Büffel erschienen. Da die Diskussion noch im vollen Gange ist, gebe ich an dieser Stelle noch kein weiteres Statement ab, sondern verweise auf die dort stattfindende Diskussion

Gesellschaft der Computer

In einem älteren Beitrag habe ich beschrieben, wie man Gesellschaft als soziales System, das ausschließlich aus Kommunikation besteht, auffassen kann. Wenn man davon ausgeht, dass Kommunikation die grundlegende Operation ist, lässt sich bereits erahnen, welche Bedeutung Verbeitungsmedien wie Schrift, Buchdruck und neuerdings eben Computer für die Entwicklung gesellschaftlicher und sozialer Strukturen haben.

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