Kulturformen im Web 2.0

Kommunikativer Überfluss?, fragt Steffen Büffel, und passend dazu lese ich heute morgen im Zug in der Revue für Postheroisches Management (Ausgabe 1) einen Beitrag von Dirk Baecker zum Thema Epochen der Organisation. Passend insofern, weil Baecker hier die von Luhmann skizzierten Epochen der Gesellschaft nachzeichnet, die sich anhand der Einführung bestimmter Verbreitungsmedien (Schrift, Buchdruck, Computer) unterscheiden lassen, und auf diese „Katastophen“, diesen Sinnüberschuss, mit der Entwicklung bestimmter Kulturformen reagieren, um den Sinnüberschuss durch die Verbreitungsmedien zu selegieren, also nur selektiv aufzunehmen und somit „verarbeitbar“ zu machen.

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Wissenschaftliches E-Publizieren

Bin gerade über einen Artikel von Thomas N. Burg mit dem Titel Electronic Publishing – Inhalt, Wissen, Dienstleistung gestoßen, der sich mit den Auswirkungen von Online-Publikationen und E-Publishing auch auf den wissenschaftlichen Bereich beschäftigt. Vor allem der letzte Absatz, Veränderungen in der „Scientific community“, ist recht interessant.

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Hyperautonome Kommunikation und WWW

Was genau könnte die besondere Eigenheit des World Wide Webs sein im Vergleich zu anderen Kommunikationen, sofern es eine gibt? Die Dokumente (Internetseiten, PDF-Dateien etc.) unterscheiden sich für Kommunikation erstmal nicht von anderen „Dokumenten“ wie Büchern, Zeitschriften, Fernsehen etc. Somit kann hier noch nicht von einer besonderen Typik Kommunikation ausgegangen werden. Der spezielle Unterschied des WWW liegt – so die These von Peter Fuchs – in der Operativität: den Hyperlinks.

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Wie wirklich ist die virtuelle Realität?

Eltern beobachten, dass ihre Sprösslinge viel Zeit damit verbringen, und sorgen sich, ihnen entglitte das „reale Leben“. Eine Befürchtung, die freilich noch jedem neuen Medium entgegenschlug. Sokrates hielt es für möglich, dass die Schrift den lebendigen Austausch von Ideen beiseiteschöbe. Als in englischen Kaffeehäusern des 17. Jahrhunderts Stille einkehrte, weil nur mehr Zeitungsrascheln statt Geschnatters zu hören war, ging die Sorge um das „Wirkliche“ ein weiteres Mal um. Ebenso, als das Telefon aufkam. Doch das Gewisper der Geisterstimmen aus dem Fernsprecher ist eine Realität erster Ordnung, und niemand mehr bezeichnet es als „virtuell“. Was im Internet geschieht, ist nicht weniger wirklich.

Vollständiger Artikel „Leben im Netz“ bei Zeit-Online

Soziale Entfremdung

Ich greife mal einen Beitrag von Andreas auf. Hier verweist er auf einen Artikel, in dem die soziale Wirkung „virtueller Welten“ anhand aktueller Studienergebnisse beschrieben wird.

Ein Ergebnis lautet: Soziale Entfremdung findet durch Beschäftigung mit virtuellen Welten nicht statt, Geselligkeit und Gesellschaftsfähigkeit werden auch in virtuellen Umgebungen entwickelt.

Wenn man, mit Luhmann, davon ausgeht, dass die grundlegende Operation des Sozialen Kommunikation ist, kann dann überhaupt soziale Entfremdung stattfinden? Schließlich ist der Computer ja ein Verbreitungsmedium der Kommunikation.

Wo, wenn überhaupt, könnten dann Probleme liegen?

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